Es(s)kapaden | “Oktopussy” Restaurant und Bar in Düsseldorf

Oktopussy - Bar und Restaurant in Düsseldorf

Ich bin als erste da. Während ich auf meine Bloggerkolleginnen Anne und Denise warte, nutze ich die Gelegenheit, um ein paar erste Aufnahmen vom Oktopussy zu machen – ein Restaurant mit Bar in Düsseldorf-Pempelfort, in dem wir uns zum Abendessen verabredet haben.

Da kommen sie auch schon, erst Anne, dann Denise. Bei dem schönen Wetter nehmen wir draußen an einem kleinen Biertisch Platz und bestellen gleich einmal drei große Rhabarberschorlen. Die Hitze macht Durst! Zum Glück liegen die Tische des Außenbereichs im Schatten, so dass wir den Sommerabend vorm Oktopussy bei angenehmen Temperaturen genießen können.

Die Speisekarte im Düssedorfer Oktopussy ist klein aber feinAußenbereich des Restaurants OktopussyRhabarberschorle im restaurant Oktopussy in DüsseldorfBaguette mit Sauce Rouille im Düsseldorfer Oktopussy

Während wir noch die Speisekarte studieren, bekommen wir gegen den ersten Hunger schon einmal Baguette und eine Art orangefarbene Aioli. Lecker! Ich nehme an, es handelt sich um Rouille, eine südfranzösische Spezialität, die ihre gelbrötliche Färbung durch Safran und rote Paprika erhält, und die in der Provence gern zur Fischsuppe gereicht wird. Fischsuppe steht übrigens auch hier auf der Speisekarte.

A propos Speisekarte: Ich muss sagen, die Karte (klein, aber fein) ist für mich eine echte Überraschung! Eine Küche auf dem Niveau hätte ich in diesem kleinen, gemütlichen Eckrestaurant, das vom Ambiente her auch eine gehobene Kneipe sein könnte, nicht nicht erwartet. Um nur einige Beispiele zu nennen: Cappuccino vom Hummer mit Orangenfilet (7,50 €), Kaisertartar vom Thunfisch mit Miso-Majo und Nori (13,50€), Gebratener Oktopus und Garnelen mit Spinat und Kräutern (22,50€), Gegrilltes Thunfischsteak mit Kartoffelpüree, Spinat und Balsamicojus (22,50 €), Krosser Schweinebauch (Label Rouge), Belugalinsen und Salat (19,50 €), Rinderschulter in Rotwein geschmort mit Kartoffelpüree und Gemüse (21,50 €). Da kann man nicht meckern! Jetzt muss es nur noch schmecken – aber um das zu testen, sind wir ja da.

Während wir hin- und herüberlegen, erklärt und der freundliche Kellner unaufgefordert einige Gerichte von der Karte. Sehr aufmerksam. Schließlich bestellt Denise das Thunfischtartar, Anne das Thunfischsteak und ich entscheide mich für den gebratenen Oktopus. In einem Restaurant, das Oktopussy heißt, ist der ja geradezu Pflicht.

Zu dem Fisch möchte ich dann doch ein Glas Weißwein trinken. Die Auswahl fällt nicht leicht – immerhin umfasst die Weinkarte 5 Seiten. Auch das hätte ich nicht erwartet. Die Großteil der Weine auf der Karte kommt aus Deutschland, aber selbstverständlich gibt es auch Tropfen aus anderen Weinländern. Ich entscheide mich für Châpeau Krauß, vom Weingut Lukas Krauß in der Pfalz. Meine Nachfrage, welche Rebsorten die Cuvée denn enthält, kann mir unser Kellner wie aus der Pistole geschossen beantworten: Weißburgunder, Grauburgunder und Müller-Thurgau. Ein weiterer Punkt für den Service!

Während er mit unserer Bestellung im Inneren des Restaurants verschwindet, serviert uns sein Kollege einen Gruß aus der Küche: Et voilà, Spinatsuppe. Häh? Warum ist die denn weiß und nicht grün? Die Geschmacksprobe ergibt: Er hat sich wohl versprochen, der Gruß aus der Küche entpuppt sich als Spargelsuppe. Egal, das tut der guten Service-Leistung keinen Abbruch. Das Spargelsüppchen ist jedenfalls lecker. Wir fragen uns nur, wo Mitte Juli der Spargel herkommt – doch allzu lange denken wir darüber offen gestanden nicht nach…

Dann kommen unsere Gerichte – und wir fotografieren erst einmal wild drauflos. Die anderen Gäste schauen sich verdutzt um – aber so ist das eben, wenn Foodblogger gemeinsam essen gehen…

Gruß aus der Küche: Spargelsuppe im Restaurant Oktopussy in DüsseldorfThinfischtartar im Düsseldorfer Restaurant OktopussyThunfischsteak im Düsseldorfer Restaurant OktopussyGebratener Oktopus im Düsseldorfer Restaurant OktopussyGarnelen  im Düsseldorfer Restaurant Oktopussy

Jetzt aber schnell die Kameras weggepackt – das Essen riecht doch gar zu gut. Und so gut wie es riecht, schmeckt es auch! Oder sogar fast noch besser. Meine Garnelen sind wunderbar auf den Punkt gebraten, Das Fleisch des Oktopus ist fest, aber nicht zäh. Die Saucen dazu schmecken hervorragend und lassen sich mit dem Kartoffelpüree gut aufnehmen. Und: nun habe ich auch richtigen Spinat auf dem Teller! Auch Denise und Anne sind von ihren Speisen begeistert.

Nachdem die Teller abgeräumt sind und Denise gegangen ist (sie will noch zu einem Konzert), sitzen Anne und ich noch lange an unserem Tisch, genießen den lauen Sommerabend und quatschen über dies und das. Als ich irgendwann mal für kleine Bloggerinnen muss, kann ich endlich auch einen Blick ins Innere des Oktopussy werfen. Modern-gemütlich würde ich es beschreiben. Und gar nicht mal so groß. Ich könnte mir vorstellen, dass man bei nicht so gutem Wetter reservieren muss, um einen Platz zu bekommen. Lohnen tut es sich bestimmt!

Oktopussy
Gneisenaustraße 6940477 Düsseldorf
www.oktopussy.de
0211/97715106

Geöffnet:
Dienstag – Samstag
18.00 – 1.00 Uhr (Küche bis 22.30 Uhr)

Sommerabend im Restaurant Oktopussy in Düsseldorf

Alles Liebe aus der schönsten Stadt am Rhein
Maren

 

 

6 Gedanken zu “Es(s)kapaden | “Oktopussy” Restaurant und Bar in Düsseldorf

  1. Ganz toller Bericht für ein tolles Restaurant! Und die Fotos waren das Warten auf’s Essen wert ;) Die Jungs werden sich sicher freuen, haben mich schon gefragt, ob bereits gebloggt wurde.

  2. Ein bisschen kritischer, bitte! Bloß weil der Kellner schnell drei Rebsorten abspult heißt das ja noch lange nicht, dass er Ahnung hat. (ersetze “Grauburgunder” durch “Scheurebe”). ;-)

    • Nachdem mal in einer anderen Location meine Bestellung eines Côtes du Rhône an ihre Kollegin weitergab mit den Worten “ein Rotwein für Tisch 8” (und ja, es gab mehr als einen Rotwein auf der Karte), finde ich ein Lob der Wein-Bedienung im Oktopussy durchaus gerechtfertigt… ;-)

  3. Oh, ein Bericht über eins meiner liebsten Lokale. Sehr schön! Und ja, das Essen ist im Oktopussy immer so gut wie von Dir beschrieben. Der Inhaber und Küchenchef hat das Kochen u.a. bei Robert Hülsmann gelernt und war auch lange Teil des. Teams in der (übrigens auch großartigen) Brasserie Hülsmann in Oberkassel. Im Sommer ist das Oktopussy ein echter Traum, im Winter kann es drinnen sehr voll und laut werden. Reservieren ist dann absolut notwendig, am besten ein paar Tage im voraus.

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