Düsseldorf | Hofgarten – die Ruhe nach dem Sturm

Düsseldorfer Hofgarten nach dem Sturm

Manchmal braucht es einen Sturm wie den am Pfingstmontag, um uns aus unserer technikverliebten Selbstzufriedenheit aufzuschrecken und uns vor Augen zu führen, dass wir allen technischen Errungenschaften zum Trotz nicht jeden Aspekt unseres Lebens uneingeschränkt beherrschen.

Auch zwei Wochen nach dem heftigen Unwetter sind die Sturmschäden noch an vielen Orten in Düsseldorf sichtbar. Während die Straßen und Wege relativ schnell von den abgebrochenen Ästen und entwurzelten Bäumen freigeräumt waren, müssen die Parks, die naturgemäß die meisten Schäden davongetragen haben, noch ein bisschen warten. Wie es aktuell im Hofgarten aussieht, habe ich mir am Wochenende mit eigenen Augen angeschaut: Haufenweise abgebrochene Äste, eine ganze Reihe entwurzelter Bäume, manche Wege noch unpassierbar.

Aber: Der Hofgarten ist immer noch grün. Vielleicht etwas lichter an einigen Stellen, aber nicht die Katastrophenlandschaft, die ich erwartet hatte. Enten, Gänse und Schwäne haben ihre gewohnten Plätze zurückerobert, der Aufräumdienst der Stadt ist fleißig bei der Arbeit. Hier und und da sitzen schon wieder Menschen auf den Bänken und  lesen oder genießen einfach die Sonne.

Düsseldorfer Hofgarten nach dem Unwetter

Ich bin gespannt, wie es hier nächstes Jahr im Sommer aussieht. Wird außer ein paar Baumstümpfen noch etwas an den Sturm erinnern? Werden neue Bäume gepflanzt worden sein? Werde ich bei jedem Spaziergang durch den Hofgarten an das Unwetter denken oder wird die Erinnerung nach und nach verblassen? Und bei euch?

Alles Liebe aus der immer noch schönsten Stadt am Rhein
Maren

 

 

8 Gedanken zu “Düsseldorf | Hofgarten – die Ruhe nach dem Sturm

  1. Das war schon eindrucksvoll… und es ging ziemlich schnell. Eigentlich saßen wir noch gemütlich nach dem Abendessen auf der Terrasse um ein wenig zu lesen. Und dann wurde es rasch dunkler, noch dunkler und dann war es rabenschwarz. Begleitet von starken Windböen, die den Kirschbaum in Nachbars Garten zum Tanzen brachten. Ich weiß nicht, ob ich schon je so schnell alles zusammengeräumt habe, die Polster verstaut, Gläser, Bücher und Kram nach drinnen getragen… und dann ging es los. Dunkel und finster, kübelweise Wasser von oben und Windböen, wie ich sie selbst an der Nordsee noch nicht gespürt habe. Blitze zuckten fast pausenlos über den Himmel, es donnerte unentwegt… und natürlich ständig Martinshörner.
    Und heute? Der Sound von Motorsägen ist immer noch allgegenwärtig. Selbst wenn die Strassen überwiegend frei geräumt sind, Äste müssen noch geschreddert werden, Bäume warten darauf, in handliche Teile zerlegt zu werden. Das ein oder andere beschädigte Auto steht immer noch am Strassenrand.
    Ela hat uns allen klar gemacht, welche Macht, Wucht die Naturgewalten haben können. Und das Stadtbild von Düsseldorf (und unseren Nachbarstädten!) hat sich gewaltig verändert: es fehlen Strassenbäume, es fehlen Pappeln auf dem Rheindeich, der Hofgarten, meine geliebte Weide vor dem Benrather Schloß…

    • Ging mir ähnlich. Gerade noch bei Freunden mit einem leckeren Wein auf der Terrasse, dann im Rekordtempo alles zusammengeräumt und nach innen geflüchtet. Wie schlimm der Sturm wirklich gewütet hat, ist mir allerdings erst später auf dem Heimweg bewusst geworden…

  2. Also ich wohne ganz in der Nähe des Hofgartens und war echt traurig, als ich das Ausmaß der Zerstörung gesehen habe. Unfassbar, dass solche uralten Bäume umknicken wie Zahnstocher :-(.

    Aber: Ich hoffe, dass schon ganz bald wieder ein “neuer” Hofgarten zu sehen ist. Klar, der Charakter wird anders sein – aber es wird wieder eine Oase werden, da bin ich mir sicher und wünsche es mir sehr! Denn eine Stadt braucht solche schönen Fleckchen Erde!

  3. Oh weh, der schöne Hofgarten. Ist schon ein paar Wochen her (vor dem Sturm), daß ich da war. Aber er ist ja (neben Nord- und Südpark) der Vorzeigepark der Stadt und ich bin sicher das wird wieder. Schließlich lebt ja auch der neu eröffnete Kö-Bogen vom nahen Park.

    LG
    Michael

  4. Ohje! Das sieht ja schlimm aus! Wir sind glücklicherweise komplett verschont geblieben, haben aber vor Schreck gleich einen Gutachter auf unseren hohlen Walnussbaum gucken lassen…;-(!
    Liebe Grüße Barbara

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