Von Nilpferden, First-Class-Hotels, und einem Rezept für selbstgemachtes Lemon Curd

Lemon Curd - Typisch englischer Brotaufstrich aus Zitronen

Dieser lecker-zitronige Brotaufstrich aus England hat heute meinen Tag gerettet!

Gestern Abend noch in Paris diniert – heute schon wieder in Düsseldorf typisch englischen Afternoon Tea mit selbst gemachtem Lemon Curd zelebriert… das Leben als Genussmensch ist ganz schön glamourös! Könnte man zumindest meinen…

First Class? Von wegen!

Nun muss ich allerdings zugeben, dass ich gestern nur unfreiwillig in Paris zu Abend gegessen habe. Und das nicht mitten in der City sondern in unmittelbarer Nähe des Flughafens. Und auch nicht in einem netten Bistro sondern in einem Restaurant der Systemgastronomie mit dem einladenenen Namen “Hippopotame”, was soviel heißt wie Nilpferd. Ob sich dieser Name auf die Herkunft des Fleisches bezieht oder auf die bald zu erwartende Körperfülle bei wiederholten Restaurantbesuchen, muss ich noch eruieren. Natürlich habe ich mich danach auch nicht auf mein schickes Hotelzimmer zurückgezogen, sondern in die maximal  6 Quadratmeter große Kammer einer schlimmen Absteige, in der das gesamte Bad so groß war wie zu Hause meine Dusche – und komplett aus Plastik. Vom dreckigen Flur und der fiesen Gefängnisatmosphäre ganz zu schweigen. Teller beim Frühstück? Fehlanzeige. Dafür gibt es doch die Tabletts… Merke: Nicht überall, wo “First Class” draufsteht, ist auch First Class drin! Ja, so kann es einem gehen, wenn man seinen Flug verpasst…

Zur Ehrenrettung der Franzosen muss ich allerdings sagen, dass ich am Abend zuvor in Paris selbst ganz hervorragend gespeist habe und zwar im Restaurant MBC – MBC steht für “Menthe, Basilic, Coriandre” (also Minze, Basilikum und Koriander). Für 39 Euro pro Person haben wir dort ein ganz hervorragendes, fünfgängiges Degustationsmenü verspeist! Das gibt es also auch…

Anleitung zum Glücklichsein

Nichts desto trotz war heute Vormittag, eineinhalb Tage nach diesem Top-Ausgeherlebnis im MBC, meine Laune auf dem Tiefpunkt, als ich nach nur fünf Stunden Schlaf müde und durchgefroren endlich meine Wohnungstür aufschloss. Hunger hatte ich auch, also beschloss ich kurzerhand, den Afternoon-Tea vorzuziehen. Denn zum Glück hatte ich noch Lemon-Curd und ein paar Scones vom letzten Wochenende übrig! (Scones kann man übrigens prima einfrieren!). Dazu gab’s eine schöne wärmende Tasse Tee und schwupps, hatte ich wieder ein Lächeln auf den Lippen. Es ist so einfach, mich glücklich zu machen!…

Hammergeiles Rezept für selbstgemachtes Lemon Curd

Das Rezept für die Scones habe ich ja bereits letzten Samstag gepostet, aber ich bin euch noch das Rezept für die Lemon Curds schuldig. Und das ist der Hammer! Hier kommt’s:

Rezept für Lemon Curd

So wird’s gemacht:

Zitronen auspressen, die Butter wird in einem Topf zerlassen. Zucker und Zitronensaft zu der Butter geben.

Eier in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad mit dem elektrischen Handmixer verrühren. Butter-Zucker-Zitronensaftmasse unterrühren und alles zusammen über dem Wasserbad 10-15 Minuten mixen, bis eine cremige Konsistenz entsteht und die Masse ein kleines bisschen heller wird. Wichtig: Die Schüssel sollte das Wasser nicht berühren, damit das Ei nicht stockt.

Das noch warme Lemon Curd sofort in saubere Gläser mit Schraubverschluss füllen und diese verschließen. Sobald die Masse abgekühlt ist, die Gläser in den Kühlschrank stellen. Dort hält sich das Lemon Curd mindestens ein bis zwei Wochen.

Schmeckt gut, sieht toll aus: Das ideale Geschenk aus der Küche!

Weil dieser selbstgemachte Brotaufstrich nicht nur lecker ist, sondern auch noch hübsch aussieht, eignet er sich hervorragend als Mitbringsel. Man kann aber natürlich auch Desserts damit herstellen – mal schauen, ob mir da nicht demnächst noch was Tolles einfällt!…

Lemon Curd selbst gemachtLemon Curd selbstgemachtLemon Curd selbstgemachtLemon Curd selbstgemacht auf Scones

Übrigens bin ich anscheinend nicht die einzige, die für Scones schwärmt: Gerade heute erst habe ich in Danielas Blog zweimal B ein Rezept für Cranberry Scones entdeckt. Wer die zuckerfreie Variante bevorzugt, sollte mal die zuckerfreien Apfel-Zimt-Scones aus Simones Blog LeckerBox probieren! In dem Falll müsst ihr allerdings leider auf das Lemon Curd verzichten, denn das ist alles andere als Zuckerfrei. Aber soooo lecker! Also überlegt es euch gut!…

Alles Liebe aus der schönsten Stadt am Rhein
Maren

8 Gedanken zu “Von Nilpferden, First-Class-Hotels, und einem Rezept für selbstgemachtes Lemon Curd

  1. ok…auf das First Class Hotel gehe ich jetzt besser mal nicht weiter ein…

    ….aber dieses Lemon Curd Rezept kenne ich auch und ich kann nur bestätigen:
    das ist einfach suuuper lecker!!!

    Schöne Grüße,
    Imke

  2. Hallo Maren, sieht das lecker aus :-) und Danke fürs verlinken. Ich habe letztes Jahr Lemon Curd ohne Eier und Zucker gemacht. Nur mit Butter, Zitrone und Ahornsirup, da mein Dad kein Zucker essen darf. Das war sehr lecker, erfrischend und gar nicht mächtig. Aber irgendwie hat das es nie auf meinen Blog geschafft. Ich glaube das muss ich nachholen. Wünsche Dir ein schönes Restwochenende…
    Liebe Grüße
    Simone :-)

  3. Hippopotame und kleines Klitschenhotel am Flughafen – das hört sich wirklich nicht toll an. Wie gut, dass der Lemon Curd Vorrat zuhause gewartet hat. Bin gespannt auf deinen Bericht am Montag.
    Liebe Grüße
    Barbara

  4. Mich würde interessieren wie langees haltbar ist. Oder man es haltbarer machen kann, so das es vielleicht mehrere Wochen aufbewahrt werden kann

Schreibe einen Kommentar zu finfint. Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.