Während ich mich in den nächsten Tagen durch London schlemme, möchte ich euch genusstechnisch nicht unversorgt lassen. Habt ihr schon mal eine kulinarische Stadtführung mitgemacht? Nein? Dann könnt ihr hier lesen, wie es dabei zugeht – und ganz nebenbei ein paar tolle Läden, Cafés und Restaurants in Düsseldorf-Flingern kennen lernen!
Außerdem habe ich – anlässlich meines zweiten Bloggeburtstags – noch eine Verlosung für euch: Mit ein bisschen Glück könnt ihr eine kulinarische Stadtführung für zwei Personen in einer deutschen Großstadt eurer Wahl gewinnen!
Organisator der Tour ist Eat The World, ein Anbieter für kulinarischer Stadtführungen in verschiedenen Großstädten Deutschlands. 30 Euro kostet das Teilnahme für Erwachsene. Außer mir nehmen an diesem Samstag noch etwa 12 weitere Personen an der Führung teil. Gleich zu Beginn gibt unser Tourgiude Herr Klug (kein Witz, so heißt der Mann wirklich) einen Überblick über die Geschichte des Stadtteils:
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Flingern ländliches Gebiet, mit Wald und Weideland. Mit der Indiustrialisierung siedelten sich dann – hauptsächlich im Süden Flingerns – Fabriken und Arbeiterwohnungen an. Flingerns Norden hingegen, der Teil, durch den die Führung geht, war schon damals deutlich wohlhabender. Die großzügigen Jugendstilhäuser, die hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden, prägen auch heute noch das Bild vieler Flingeraner Straßenzüge.
Vom sozialen Brennpunkt zum angesagten In-Viertel
Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich Düsseldorf von einer Industriestadt zu einem Handels- und Verwaltungssitz. Im Zuge dieser Entwicklung standen in Flingern bald viele Industriebauten leer, und der Stadtteil wurde vorübergehend zum sozialen Brennpunkt. Doch zu Beginn des neuen Jahrtausends setzte langsam die Wende ein: Künstler und Studenten zogen wegen der günstigen Mieten nach Flingern; nach und nach eröffneten die ersten Cafés und kleine, individuelle Läden. Nach und nach wurde Flingern zu dem, was es heute ist: eines der angesagtesten Viertel Düsseldorfs!
Doch auch die Kehrseite der Medaille lässt Herrr Klug nicht unerwähnt: Weil immer mehr Menschen in Flingern wohnen möchten, werden immer mehr ehemalige Industriebauten und Grundstücke an Investoren verkauft. Flingeraner Institutionen wie das Theater Flin und die benachbarte kultige Bar Trinkhalle müssen dabei Luxuswohnungen weichen. Eine wenig schöne Folge der „Gentrifizierung“, wie eine Entwicklung à la Flingern im Jargon der Städteplaner heißt.
Sieben Läden auf einen Streich
Aber zurück zu den angenehmen Seiten: Viele kleine, inhabergeführte Läden gibt es auch heute in Flingern – und ständig machen neue auf! Wie zum Beispiel die Naturburschen, ein stylischer Laden für Bio-Lebensmittel, der im April des Jahres in der Birkenstraße eröffnet hat. Oder Frau Wasser, ein entzückend-nostalgisches Café in der Platanenstraße, das Ende letzten Jahres aufgemacht hat. Doch auch eine Vielzahl nicht mehr ganz so neuer Läden, Cafés und Restaurants, wie beispielsweise das wunderbare französische Bistro Chat Noir in der Hermannstraße, machen Flingern zu einem kulinarischen Hotspot.
Diese drei und noch vier weitere Locations stehen heute auf unserem Tourplan – und an jeder Station gibt es eine kleine Kostprobe. Auch wenn ich die meisten der besuchten Läden schon kenne (immerhin wohne ich nun schon seit 5 Jahren in Flingern), lasse ich mich gern kulinarisch verwöhnen und lerne dabei Spezialitäten wie Wasabikäse oder typisch äthiopische Dips kennen. Als die Tour nach etwas mehr als drei Stunden zuende geht, habe ich nicht nur lecker gegessen, sondern auch interessante Einblicke in die Geschichte des Stadtteil Flingerns bekommen.

Wenn ich die Tour noch einmal machen sollte, würde ich mit vielleicht ein oder zwei Läden weniger im Programm wünschen und dafür etwas mehr Zeit, um an den einzelnen Stationen zu verweilen und die Atmosphäre zu „schnuppern“. Doch auch so hat mir die Führung gut gefallen – und für Menschen, die neu in eine Stadt gezogen sind oder eine fremde Stadt genussvoll erkunden möchten, lohnt sich die kulinarische Stadtführung allemal!
So, jetzt seid ihr dran:
Gewinnt eine kulinarische Stadtführung für zwei Personen in einer Großstadt eurer Wahl! Hinterlasst einen Kommentar hier im Blog und verratet mir einen Lieblingsladen in eurer Stadt – egal ob Lebensmittelgeschäft, Café oder Restaurant.
Unter allen Leuten, die hier bis zum 8. August kommentieren, verlose ich in eine Stadtführung für zwei Personen mit Eat The World. Die Stadtführung könnt ihr in jeder der derzeit 13 Städte buchen, in der Eat the World solche Touren anbietet.
Teilnehmen könnt ihr bis zum 8. August um Null Uhr. Dafür müsst ihr über 18 sein. Die Gewinner werden von mir per E-Mail benachrichtigt. Der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich drücke euch die Daumen und bin gespannt auf eure kulinarischen Hotspots! Hoffentlich kann ich den einen oder anderen davon bald selbst einmal ausprobieren… Alles Liebe aus der schönsten Stadt am RheinMaren PS: Da ich in den nächsten Tagen in London unterwegs bin, kann ich eure Kommentare nicht immer zeitnah freischalten – ich versuche, aber mindestens einmal täglich hier vorbeizuschauen.
Vielen Dank an Eat The World, die mich zur kulinarischen Stadtführung eingeladen haben und den Gewinn für die Verlosung zur Verfügung stellen. Dessen ungeachtet ist es für mich selbstverständlich, dass dieser Artikel ausschließlich meine persönliche Meinung widerspiegelt.


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